
| Sommer Open Air Itzehoe 2004 - zur Fotogalerie |
Der Ballermann kam in den Norden !!! Erstes Mallorca-Open-Air in Itzehoe lockte 2000 Party und Pistengänger... (mit Interviews Jürgen Drews, Mickie Krause, Schnitte und BB Jürgen)
Weitere Infos unter www.open-air-itzehoe.de Danke
an dieser Stelle an die Agentur Beverly aus Köln, Barbara Rosendahl,
Arne Stäcker + Crew und an die Künstler: BigBrother Jürgen,
Schnitte, Jürgen Drews und Mickie Krause für die nun folgenden
Interviews:
Ihr seit als Künstler viel unterwegs, eine Party jagt die Nächste. Was sagt Ihr als Fachmänner und Fachfrau zu der weitläufigen Meinung, im hohen Norden kommen die Leute nur schwerlich aus sich heraus? Gibt es Unterschiede zum Süden oder rockt der Norden auch? BB-Jürgen: Ich bin ja schon in allen Städten Deutschlands gewesen, und muss sagen, der Norden ist bei den Stimmungsmachern ganz vorne mit dabei. Ein ganz schlimmes Publikum, da bin ich auch ganz ehrlich, das sind die Hessen. Da ist bei uns bei Beerdigungen mehr los als bei denen bei Mallorcapartys... Mickie Krause: Ich bin seit vielen vielen Jahren oft im Norden vertreten, selbst als es Mickie Krause noch gar nicht in der Form gab - ich kenne selbst Heide, Husum und Schnick und Schnack und ich glaube, das der Norden sogar fast ein bischen besser feiern kann als der Süden. Jürgen Drews: Es gibt nicht von ungefähr in unserer Branche den Begriff „Nord-Süd-Gefälle“. Das heißt: Es fällt ab in den Süden! Es mag an der guten Luft liegen, dass die Leute im Norden schneller diese Auffassungsgabe haben. Im Norden sind die Leute auch ehrlicher. Hier kann es dir passieren, dass dich die Menschen hier von der Bühne holen und pfeifen, wenn die keinen Bock auf dich haben. Die Schleswig-Holsteiner kennen da nix, weder Freund noch Feind....das ist Schleswig-Holstein. Schnitte: Heute hier in Itzhoe war das auf jeden Fall nicht so. Die Leute sind hier super drauf ! Ihr habt heute fast alle noch einen weiteren Auftritt auf Eurem Programm. Das ist doch eigentlich Stress pur - Wie schaffst Ihr es, das der Spaß dabei nicht auf der Strecke bleibt ? BB-Jürgen: Also erstmal muss ich sagen, zwei Auftritte am Tag, das ist bei mir eigentlich locker zu schaffen, der Rekord liegt bei mir bei 7 Auftritten am Tag, zur Karnevalszeit zum Beispiel. Das ist dann schon sehr heftig, und man muss sich dann schon immer wieder motovieren. Aber ich habe ein sehr glückliches Familienleben, und ich treibe viel Sport. Wenn das nicht so wäre, würde ich diesen Stress glaube ich auch nicht schaffen. Mickie Krause: Ich habe heute eine sehr attraktive Frau mitgenommen, die ich mir während der Autofahrt immer mal wieder ansehen kann - aber nein, es ist mittlerweile ein Job wie jeder andere. Andere Leute gehen 40 Stunden in der Woche arbeiten, müssen auch jeden Morgen losfahren, und ich fahr halt am Samstag los. Zwischendurch geh ich mal einen Trinken oder schön essen, oder mach mit meiner Familie Urlaub. Morgen flieg´ ich mit meiner Familie nach Mallorca, und das ist dann die Erholung für mich. Schnitte: Ich helfe mir eigentlich selbst den Stress durchzustehen. Ich bin immer viel unterwegs, und meine Freunde haben einen ganz normalen Beruf , da ist es manchmal schwer mit denen über diese Dinge hier zu sprechen. Aber das ist mein Leben, mir macht das Spaß und für mich ist das ein positiver Stress. Ihr gehört ja zu einer Gruppe von Künstlern, die sich auf dieser Partyschiene alle total etabliert haben. Gute Laune, Party bis zum Abwinken das wird oft zwangsläufig von Euch erwartet.Kritiker nehmen euch , oder die Kunst die dahinter steckt vielleicht aber auch gerade darum manchmal nicht so richtig ernst .Wie begegnet Ihr diesen Leuten? BB-Jürgen: Zum Anfang, als mit Slatko diese „Große Bruder Nummer“ raus kam, da haben einige Leute geschmunzelt, und waren sehr skeptisch. Da habe ich eigentlich den Ehrgeiz besessen zu sagen: Ich kann noch mehr, ich will beweisen, daß mir das Spaß macht. Genau wie andere Künstler, die auf der Bühne stehen. Das habe ich bewiesen und ich habe jetzt im vierten Jahr hintereinander einen Vertrag auf Mallorca bekommen, in einer der größten Diskotheken da, und bin einer der meist gebuchten Partykünstler Deutschlands geworden - zusammen mit Mickie Krause und Jürgen Drews. Jürgen Drews: Ich nehme mich ja auch nicht ernst, und das ist auch
der Grund, warum ich erfolgreich bin. Schnitte: Solange Kritiker über uns schreiben und sich den Mund fusselig reden, weiß man immer, das man interessant ist. Aber eigentlich mache ich mir nichts daraus. Mickie Krause: Ich habe kein Problem damit, nicht ernst genommen zu werden. Ich lege auch gar keinen Wert darauf ernst genommen zu werden. Ich bin ja jemand, der Partymusik macht. Ich sorge für Stimmung, und meine Laune ist aus diesem Grund erstmal immer gut Was Kritker von mir halten, ist mir eigentlich völlig egal. Solange noch 3 Leute vor der Bühne stehen und Spaß haben, mache ich das Richtige ! Was ratet Ihr jungen Kollegen, die ebenfalls in dieser Partyszene Fuß fassen wollen? BB-Jürgen: Es ist ein sehr hartes Geschäft. Wenn man nicht den Bekanntheitsgrad hat, wie ich jetzt durch BigBrother, dann ist es sehr heftig. Mann muss sehr kämpfen, man sollte sich nicht verheizen lassen, und das Wichtigste ist: Man muss Spaß an der Sache haben ! Die Menschen merken das sofort, wenn das nicht so ist. Jürgen Drews: Was rätst du einem, wenn du es selber nicht weißt? Du kannst nur sagen: Mach dein Ding so professionell wie möglich, versuche es so locker wie möglich rüber zu bringen. Lass dich beraten, oder hab selber den Bauch. Wer einen Hit hat hat immer Recht, und wer keinen Hit hat, der hat halt immer Unrecht. Ok, letzte Frage an Euch: Wohin geht Ihr, wenn Ihr selbst richtig
abfeiern wollt? BB-Jürgen: Ich hab kein Bock auf abfeiern. (lacht) Meine Sturm und Drangzeit war zwischen 20 und 30. Ich habe so viele Auftritte und kein Bock mehr auf abfeiern. Familie, Familie, Familie das ist mein Hafen, wo ich meine Seele dann baumeln lassen kann. Mickie Krause: Das ist meine eigene Band, die Mickie Krause Band. Die 2. beste Band der Welt...Ich selbst geh los, wenn irgendwo bei mir ´ne Kirmes ist, wenn Stadtfest ist und dort Bands auftreten. Ich gehe aber auch gerne z.B. zu einem Sting Konzert - oder vor ein paar Wochen, da war ich bei Peter Gabriel, das ist zwar nicht unbedingt das, was man von Mickie Krause erwartet, aber wenn ich losgehe, dann immer unter der Woche, denn am Wochenende muss ich ja arbeiten. Schnitte: Ich interessiere mich sehr für Soul und Jazz, das ist die musikalische Ecke, aus der ich komme. In Köln geh´ ich dann auf derartige Livekonzerte.
|
© concon internet service