Gewitter über Pluto
Heinrich Steinfest
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Die Geschichte beginnt mit einem 40-jährigen Mann, durchtrainiert, gut aussehend und bestimmt nicht dumm. Mit 40 Jahren erkennt Lornez Mohn, dass er sein leben radikal ändern muss und beschließt, seinen Job als Pornodarsteller aufzugeben. Inspiriert durch eine Kollegin, die während des Drehs mit stoischer Ruhe strickt, setzt er sich in den kopf, einen Strickwarenladen zu eröffnen. Der Laden ist schnell gefunden, nur am Geld hapert es. Zu diesem Zwecke sucht Mohn die Grand Madame der Unterwelt von Wien auf, Claire Montbard. Das Geld wird ihm bewilligt, unter einer Bedingung: Er muss es bis zum 14. Juli 2015 zurückzahlen oder an diesem Tag ein Leben retten. Zufällig ist dieser Tag auch der Tag, an dem eine amerikanische Raumsonde den Pluto erreichen soll. Zufall? Wohl doch nicht, wenn man bedenkt, dass Mohns Strickwarenladen ausgerechnet Plutos Liebe heißt.
Und so geht es auch munter los in "Gewitter über Pluto". Mohn wird in einen Mordfall verwickelt, lernt die Frau seines Lebens kennen und wird in die Geschichte des Archaeopteryx hineingezogen, die nicht nur die Menschen zu faszinieren scheint. Auch der außerirdische Herausgeber der Zeitschrift "Bürgerblatt für Verstand, Herz und gute Laune" spielt eine durchaus herausragende Rolle in dieser Geschichte.
Ein Pornodarsteller, der einen Strickwareladen eröffnet und eine Heiratsvermittlerin heiratet, dazu kommen der Urvogel Archaeopteryx, Außerirdische, die Polizei... und schaffen den Rahmen für eine aberwitzige Geschichte, in deren Verlauf Heinrich Steinfest fast kein gesellschafliches Thema oder Phänomen ausläßt. Mit wildem Witz, Tüftelfreude und der Liebe zum Detail präsentiert er sich wieder einmal in Höchstform.
Piper Verlag, 435 Seiten, 19,95

