Der Blutrichter
Hans G. Stelling
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Itzehoe im Jahre 1396: Als Hinriek vom Diek, ein junger Ritter, den Kopf hebt, weiss er erst nicht, was passiert ist. Dann wird ihm aber ein Schriftstück unter die Nase gehalten, das besagt, dass er seinen ganzen Besitz an den undurchsichtigen Kaufmann und Hamburger Ratsherrn Wilhelm von Cronen verloren hat. Doch in Wahrheit wurde vom Diek außer Gefecht gesetzt und das Papier gefälscht, da er in den Augen Grundbestizern der Gegend nicht hart genung mit den Bauern auf seinem Land umgegangen ist. Völlig mittellos geht vom Diek nach Hamburg, wo er sich als Müllergehilfe und als Kranführer im Hafen verdingt. Eines Tages erzählt ein Gaukler, dass ein Schiff von Claas Störtebeker gekapert wurde. Hinrik vom Diek sieht durch seine verschiedenen Beobachtungen ein Zusammenhang zwischen einem Spion in Hamburg und den Raubzügen Störtebekers. Die Stunde seiner Rache könnte Nahe sein. Aber auch in Hamburg hat er nicht nur Freunde, sondern auch jede Menge einflussreicher Feinde.
Hans G. Stelting, 1936 in Itzhoe geboren, machte 1972 sein Hobby zum Beruf und veröffentlichte als freier Schriftsteller zahlreiche Romane, aber auch Hörspiele und Drehbücher gehören zu seinm Repertoire. Mit "Der Blutrichter" ist ihm ein wirklich fesselnder historischer Roman gelungen, der sich um das Leben auf dem Lande und in der Großstadt Hamburg im 14. Jahrhundert dreht. Neben einer spannenden Geschichte bekommt man durchaus interessante Einblicke in die Lebensbedingungen, Strukturen, Politik... der damaligen Zeit Gut recheriert und schlüssig, ein Roman, der das Lesen wirklich lohnt.
DTV, 562 Seiten, 10,30

